Kind & Künstler: Kieron Williams erzielt mit sieben Jahren 8000 Pfund für ein Aquarell

Wer selbst Kinder hat, kennt das Gefühl des Stolzes, wenn der Sprössling mit seinen kleinen Fingerchen ein wirklich hübsches Bild gemalt hat – egal ob es nun schon von wahrer künstlerischer Größe zeugt. Um wie viel erhabener mag jenes Gefühl sein, wenn seine gesammelten Werke für 150.000 englische Pfund über den Ladentisch gehen. Jüngst geschehen in der ostenglischen Grafschaft Norfolk. Da verkauften sich die Bilder eines Siebenjährigen, die mehr an das Schaffen eines 25-jährigen Monets erinnern, wie warme Semmeln.

Nach Betrachtung der im Internet ausgestellten Landschaftsaquarelle von Kieron Williamson flimmert eine gewisse Virtuosität zart gepaart mit kindlicher, sagen wir altersgerechter Unbeholfenheit über den Bildschirm – ein erstes Zeichen für das wahre Genie in dem Jungen.

Nach Aussage der Mutter, eine Ernährungswissenschaftlerin, ist ihr kleiner Künstler getrieben davon, Bilder zu malen. Er stehe um fünf Uhr morgens auf und wecke die Familie mit dem Pinsel-im-Glas-Geklimpere, weil er unbedingt vor der Schule noch ein Bild malen müsse, erklärte sie in einem Interview mit dem RTL Nachtmagazin. Auch das klingt nach Genie.

Kein Wunder, dass man sich weltweit für den Jungen und seine Werke interessiert: Die Süddeutsche Zeitung zitiert Presseberichte, die den kleinen Kieron als Meister der Perspektive und Schatten bezeichnen und Vergleiche mit Mozart und Picasso nicht scheuen. Und spricht von Bilderpreisen zwischen 1800 und 8000 britischen Pfund, gezahlt von Kunstliebhabern aus der ganzen Welt.

Kleiner Monet - Kieron Williamson

Auch wenn es erst einmal einfache Landschaftsaquarelle sind – die Bilder können sich sehen lassen, sind in Korrelation mit dem Alter sogar ansehnlich, das Kind ist eine Attraktion. Doch ist sein Erfolg womöglich nur eine Frage des guten Marketings? Immerhin besitzt der Kleine schon eine eigene Internetseite und es reißen sich weltweit die Medien um ihn – wahrscheinlich angestoßen durch ein wenig Pressearbeit.

Kieron Williamson - Virtuosität gepaart mit kindlichem Pinselstrich

Sei’s wie’s sei – wenn er wirklich alles selbst malt, dann ist er talentiert und das gehört gewürdigt, wenn auch nicht unbedingt gehypt. Für uns Eltern aber kann es nur das eine bedeuten: Entdecken Sie die Talente Ihres Nachwuchses und lassen sie diesen diese ausleben. Mit etwas Glück springen dabei ja ein paar hunderttausend Kröten heraus…


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